Der Liebhaber – Nähe, Sinnlichkeit & Verbindung | Podcast mit Daniel & Axel

31. Jan. 2026

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Darum geht es

Wenn Männer über Beziehungen sprechen, geht es oft um Nähe, Kommunikation oder Sexualität. Seltener sprechen wir darüber, wie Männer überhaupt fühlen und was sie mit dem, was sie fühlen, anfangen. Viele Männer sind dabei weder kalt noch gefühllos.Sie sind vorsichtig. Unsicher darüber, wie viel Nähe richtig ist, was erwartet wird und wie sie sich emotional zeigen dürfen. In dieser Folge sprechen Daniel und Axel über den Archetypen des Liebhabers. Nicht als Rolle, nicht als Technik, nicht als Leistung sondern als Fähigkeit, sich berühren zu lassen und in Beziehung zu gehen. Wir sprechen darüber: • warum der Liebhaber oft auf Sexualität oder Beziehung reduziert wird• weshalb Sinnlichkeit weit mehr ist als körperliche Nähe• was es bedeutet, sich von Leben, Natur, Arbeit und Schönheit berühren zu lassen• warum Genuss ohne Bewusstsein schnell in Ersatz oder Abhängigkeit kippt• wie sich der reife Liebhaber von Klammern oder Rückzug unterscheidet• welche Rolle Eros als lebendige Kraft im Mann spielt• wie Intimität mit sich selbst entsteht• warum viele Männer den Zugang zu Freude und Begeisterung verlieren• und was der Liebhaber einem Mann schenkt, wenn er integriert gelebt wird Diese Folge öffnet einen Raum für eine oft vergessene männliche Qualität: Empfänglichkeit, Verbindung und lebendige Präsenz.

Transkript

Daniel:

Wenn wir über Männer und Beziehungen sprechen, landet aus meiner Erfahrung das Gespräch häufig bei Sexualität, Nähe und Kommunikationsproblemen. Aber wir reden selten darüber, wie Männer überhaupt fühlen und was sie mit dem, was sie fühlen, anfangen. Viele Männer sind dabei weder kalt noch gefühllos, sondern eher vorsichtig.

Sie wissen nicht ganz, wie viel Nähe gut ist, was vielleicht zu viel ist, was zu wenig ist oder was eigentlich von ihnen erwartet wird, wenn es emotional wird. Der Archetyp, über den wir heute sprechen, der berührt genau diesen Bereich, der Liebhaber. Nicht als eine Rolle, die man spielen muss, sondern eher als eine Fähigkeit, sich einzulassen und anderen zu begegnen.

Die spannende Frage ist also weniger, ob Männer lieben können, sondern wie sie Nähe, Verbundenheit und vor allem auch Sinnlichkeit heute überhaupt erleben. Wir wollen diesen Archetyp wieder mit den sieben Fragen betrachten. Wozu existiert dieser Archetyp überhaupt?

Was zeichnet ihn in seiner Reifenform aus? Wie zeigt sich sein Schatten oder seine Verzerrung? Wie drückt er sich heute aus, wie vielleicht früher?

Was heilt oder integriert den Liebhaber? Was schenkt er einem Mann, wenn er gesund gelebt wird und wie zeigt sich der Liebhaber im Alltag? Axel, ich freue mich, dass du wieder da bist, dass du Lust hast.

Lust auf den Liebhaber? Ohne Lust kein Liebhaber. Richtig.

Axel, wenn wir vom Liebhaber sprechen, geht es ja, wie ich eingangs schon gesagt habe, es gibt bei uns dieses Bild von ich lese ein Buch und finde heraus, wie ich eine Frau möglichst gut befriedige. Das ist so das Bild des Liebhabers. Es geht also schnell um Sexualität und vor allem auch um Beziehung.

Mich würde interessieren, was ist denn aus deiner Sicht die eigentliche Funktion dieses Archetyps?

Axel:

Das wäre jetzt sehr begrenzt. Ich erlebe das häufig bei Männern, dass sie diese Form des Liebenden oder beinhaltlich auch den Begriff der Liebe nur auf das Weibliche lenken und richten. Hier wäre das viel zu wenig.

Es braucht, dass der Blick und die Wahrnehmung sich weitet. Der Liebhaber in der gereiften Form will berührt werden und somit mit der Welt in einen intimen Kontakt gehen. Deswegen sagt man auch, der Liebhaber ist der Archetyp der Verbindung, der Beziehung, der will sich in allem in Beziehung setzen.

Nur mit der Frau wäre das viel zu wenig. In vielen Fällen zeigt sich der Liebhaber in einer unglaublichen Vielfalt. Liebhaber heißt auch, dass er eine Begeisterungsfähigkeit in uns ist, begeistert zu sein.

Oder in einer tiefen Weise ein Feuer in uns zu entflammen, wo wir bereit sind, dafür zu gehen, weil es uns in einer unglaublichen Tiefen mit dieser Qualität des Liebhabers verbindet. Das hat so viele unterschiedliche Formen. Das kann in allen Bereichen sein, die Kunst, die Natur, im Handwerk, im Gebet, in der Meditation, auch in der Spiritualität oder auch in der tiefen Intimität mit einer Frau.

Das ist schon eine hohe Kunst, den Liebhaber in uns wieder zu entwickeln und auch freizusetzen.

Daniel:

Während du geredet hast, ist bei mir dieses Wort der Erregung gekommen. Sich erregen zu lassen von diesen vielen Aspekten, die du gerade angesprochen hast. Von der Natur, von der Wildnis, von der Schönheit der Dinge, von Düften usw.

Das finde ich ganz spannend.

Axel:

Ja, unbedingt. Dann sind wir schon bei einem Begriff, den ich so empfinde. Diese Sinnlichkeit, mit allen Sinnen in der Welt zu sein.

Und aus diesen Sinnen heraus diese Lust und diese Leidenschaft zu erzeugen, sich mit etwas verbinden zu wollen. Man kann immer sagen, das ist das Objekt der Begierde. Das ist immer ein heikler Punkt, weil gerade wenn es um Beziehung geht, viele Frauen sich als Objekts sehen und nicht mehr als das Wesen und diese Schönheit oder dieses Begehren, wie sich das auf einen Menschen lenken kann, ohne dass sofort dieser Aspekt nur im Vordergrund steht.

Viele Frauen fühlen sich nur auf diese Sichtweise reduziert, als sexuelles Wesen.

Daniel:

Ist ja auch auf irgendeine Art und Weise nachvollziehbar.

Axel:

Ja und nein. Das ist eine Frage der Haltung. Wenn ich mit dem Liebhaber in Verbindung bin, dann sehe ich nicht nur diesen sexuellen Aspekt in der Frau, sondern ich sehe auch diese Schönheit.

Ich sehe die Bewegung, wie eine Frau sich bewegt. Das zu genießen, zu sehen, mit welchem Stolz, mit welcher Aufrichtung oder mit welcher Hingabe sie in ihrem Körper verweilt. Also das finde ich großartig.

Und das zu genießen, und da sind wir wieder bei dem Punkt, und das zu genießen, ohne wieder in diesen Impuls zu versinken, ich muss das haben. Der Liebhaber ist immer einer, der ganz viel weiß von Genuss. Man kann auch sagen, wie viel Verzicht ist notwendig für wahren Genuss.

Daniel:

Ich finde den Gedanken schön. Letztens habe ich einen Podcast von einem anderen Mann gehört, und der erzählte sowas wie, es gibt verschiedene Formen von Schönheit auch im Leben einer Frau. Wenn wir an Schönheit denken, kommt uns primär diese jugendliche Schönheit, vielleicht auch ein bisschen Naivität, ein bisschen diese Kecke, was so reizvoll ist, vielleicht auch noch straffe Körperformen usw.

Und im Laufe des Lebens entwickelt eine Frau aber andere Arten der Schönheit. Und wenn wir uns für diese Schönheit öffnen können, zum Beispiel, was du auch gesagt hast, die Art, wie sie sich bewegt, vielleicht eine gewisse Anmut entwickelt, vielleicht auch eine Art, wie sie über Dinge spricht, wie sie vielleicht mit Kindern lernt umzugehen usw. Da sind ganz viele Aspekte von Schönheit, denen wir uns als Männer so öffnen können, um uns mit vielen weiblichen Qualitäten zu verbinden.

Und es gibt da wirklich, der hat so empfohlen, es macht mal Sinn, setz dich mal draußen auf eine Bank und beobachte zum Beispiel auch mal so eine 80-jährige Frau an der Bushaltestelle. Und versuche mal, diese Schönheit von dieser Frau irgendwie zu lesen, was ihre Schönheit so ausdrückt. Das finde ich ganz spannend, diesen Gedanken.

Axel:

Aber da merkt man schon, wie begrenzt dann geschaut wird. Also die Liebhaberqualität, die lässt sich nicht begrenzen. Die sieht in allem, was Leben und Lebendig ist, das Schöne und das Begehrenswerte.

Nur wir sind eingeengt in der Wahrnehmung und sagen, das ist ein Raum oder das ist ein Impuls, wo ich Begehren spüre. Aber im Kern und in der Tiefe unseres Wesens ist das eigentlich eine unglaublich große Öffnung, letztendlich den Blick oder auch die Wahrnehmung zu entwickeln und sich mit allem verbinden zu wollen. Und das zu genießen.

Also das ist so ein breites Feld, gerade der Liebhaber, auch wenn du es so sagst. Und viele begrenzen sich, die reduzieren sich nur auf das. Und die nehmen sich ganz viel.

Daniel:

Ich merke, ich bin direkt in einer vorfreudigen Erregung, während wir schon bei der ersten Frage sind. Da kommt ganz viel, was irgendwie auf mich einströmt. Jetzt sind wir erst bei der ersten Frage.

Welches grundlegende menschliche Bedürfnis spricht denn der Liebhaber im Mann an?

Axel:

Ja, wie ich schon sagte. Im Grunde genommen hat er einen ganz starken, vielleicht ist das nicht ein vielleicht, und ich bin überzeugt davon, dass uns das eingeboren ist, dass wir so Beziehungswesen sind. Wir wollen uns in Beziehungen setzen.

Wir wollen uns verbinden mit Menschen, mit der Natur, mit dem Ganzen, mit dem Universum. Also das ist etwas, was in uns angelegt ist. Und ich glaube, dadurch, dass wir natürlich Geschichte und natürlich Prägung erfahren haben, haben wir ganz viel Kontakt auch zu diesen inneren Wirklichkeiten, auch der Lust und der Freude verloren.

Wir reduzieren uns, wir werden eingeengt, die Wahrnehmung ist eingeengt. Aber im Kern, wenn wir von einem Liebhaber sprechen, der wirklich offen ist, der reduziert nichts, auch in diesen einengenden Ich-Strukturen. Er sagt, ich will das so, ich will das so.

Das sind alles Formen, die den Liebhaber begrenzen. Aber wichtig finde ich auch nochmal, können wir vielleicht hier nochmal dazu einfließen lassen, also was ist denn die Grundlage, was ist denn die allumfassende Kraft des Lebens, die sozusagen das hervorbringt, was wir den Liebenden oder die Liebe nennen wollen. Das kann nur die Kraft von Eros sein.

Eros, diese allumfassende, allgebende Kraft des Lebens. Und die ist ihm halt auch nicht beschränkt, die macht ja auch nichts zu und sagt, ach, das ist es nur. Wir sind so in Strukturen gefangen, wenn es um den Liebhaber geht, also letztendlich in allen Archetypen.

Aber ich merke einfach, das ist so eine schöne Form, so mit dieser Weise in der Welt zu sein, begeistert zu sein, inspiriert zu sein, sich inspirieren zu lassen, Kreativität entstehen zu lassen, so fruchtbar werden zu lassen.

Daniel:

Ich weiß, es geht jetzt primär bei dem Zitat, was ich jetzt anbringen möchte, wieder um die Frau, und eigentlich reden wir gerade nicht mehr so über die Frau, aber dieses sich berauschen lassen. Und in der Bibel gibt es so ein schönes Zitat, berausche dich an den Brüsten deiner Frau. Das ist auch so ein schönes Sinnbild im Sinne, ja, es geht darum, sich zu berauschen an den schönen Dingen auch.

Axel.

Axel:

Und das geht aber über die Frau hinaus und den Brüsten, das wolltest du jetzt gerade nochmal anmerken.

Daniel:

Ja, es gibt ja noch einen Aspekt, ich glaube, bevor wir jetzt zur zweiten Frage kommen, der auch irgendwie mit reinspielt in den Liebhaber, nämlich die Fähigkeit zu fühlen. Vielleicht kannst du dazu noch ein paar Wörter sagen.

Axel:

Ja, das obliegt ja jetzt nicht nur dem Liebhaber. Wir sind ja fühlende Wesen. Aber wenn es um genau diesen Aspekt geht, so diese Ausrichtung für sich und sein eigenes Leben zu gewinnen, also wofür brenne ich, was ist so, wo ich merke, ah, das zieht mich, also wirklich, wie mag ich an.

Und es gibt so ganz viele Bereiche, wo Männer auf einmal wieder entdecken, dass das im Kern einst so eine Liebhaberbewegung ist, wo sie merken, ob es jetzt Musik ist oder Meditation ist. Also ganz viele Dinge, die einst in Verbindung gebracht werden wollen, um sich damit zu verbinden und das zu genießen, so in diesem Verbund zu sein. Also das kann man nicht nur reduzieren und sagen, das ist beim Liebhaber.

Das fühlende Moment ist ja auch uns eingeboren in dem Menschsein. Wir sind ja fühlende Wesen. Aber gerade beim Liebhaber ist es doch irgendwie noch mal eine andere, innere Öffnung.

Daniel:

Ich versuche gerade, einen Gesprächsübergang zu finden zu meiner nächsten Frage. Es ist nicht so leicht, weil das, was ich vorbereitet habe, also die zweite Frage wäre, wir reden jetzt mal über die reife Form. Es gibt ja aktuell so ein Spannungsfeld in den Männern, dass sie entweder auf irgendeine Art zu hart sind oder zu sensibel und eben selten so bewusst wählen können zwischen beiden Zuständen.

Wie sieht denn ein Liebhaber aus, der weder zu sehr klammert, noch komplett emotional dicht macht?

Axel:

Ja, da würde ich ja schon fast sagen, das ist ja in gewisser Weise eine Voraussetzung, dass er in gewisser Weise andere Archetypen in sich schon so aktiviert hat. Zum Beispiel, im Klammern heißt es ja auch, Autonomie ist noch nicht wirklich da. Oder auch draufzugehen, eher so zerstörerisch unterwegs zu sein, dann ist die Wunde auch noch nicht integriert.

Und man kann ja nur mal sagen, all die Archetypen, die sind ja nicht voneinander getrennt, sondern die bedingen sich in gewisser Weise und unterstützen sich gegenseitig. Und sie lösen sich auch in einer gewissen Gleichzeitigkeit aus. Und so ist das natürlich, wenn der Liebhaber auf den Teil trifft oder eine gewisse Form der Autonomie nicht hat, dann wird der süchtig, dann braucht der was.

Und der Liebhaber ist im besten Falle nicht der, der süchtig wird oder der braucht, sondern der lebt in Bezug zu dem Objekt. Also diese Form, sich so im besten Falle zu verbinden. Und ich weiß noch, wir haben ja damals auch im Männerprojekt immer auch gefragt, wie erlebst du die Intimität mit dir selber, wenn das gar nicht nach außen geht, wo wir sagen, ah, sondern wenn auch diese Bewegung nach innen gehen kann.

Das ist ja auch eine Liebhaberqualität. Zum Beispiel, viele Männer erleben in keinster Weise etwas Berauschendes oder Erfüllendes, wenn es um das Alleinsein geht. Wenn sie fühlen, ah, ich gehe in diesen Raum des Alleinseins.

Das kann genauso berauschen wie an den Brüsten der Frau. Das ist ja immer nur so ein Bild. Aber im Kern ist das eine unglaublich große Kraft, die so in diese Bewegung der Verbindung finden will.

Also die Intimität mit sich selber, nicht nur mit der Frau. Auch die Intimität mit der Natur, also diese tiefe Form, sich hineinzufühlen oder hineinzugeben, hinzugeben. In vielen Fällen ist das ja schon so passiert.

Wenn Liebhaber in so ein Feld geht, ich sage jetzt mal, wenn es ein Handwerker ist, der geht in die Werkstatt und auf einmal merkt er, der ist so in dem Flow drin, das, was er macht, das, was er macht, dafür brennt er, das ist ein Ausdruck seiner Liebesfähigkeit. Und wenn es jetzt das Holz ist oder das Schrank ist oder was auch immer, dann verliert man das Gefühl von Raum und Zeit. Also man geht in einen initiatischen, in dem Falle Liebhaberraum und verschmilzt mit dem, was man tut, mit dem, was man gerade lebt.

Das wäre natürlich eine gute, also gut ist ja ein blödes Wort, gut mag ich ja nicht mehr. Aber auf jeden Fall ist das eine Möglichkeit, den Liebhaber auch vielleicht in sich neu zu entdecken. Also was lebe ich eigentlich und habe ich das vorher, spüre ich das überhaupt, bin ich damit verbunden oder wie bin ich ein sexueller Mann, immer wieder bei der Frau, aber gut, Punkt.

Daniel:

Nicht unbedingt, Sexualität heißt ja, das Leben befruchten, das zitierst du ja immer wieder so gerne.

Axel:

Ja, aber es wäre schade, wenn sich das nur auf diesen Aspekt beruft, diese Sexualität. Die Sexualität, dann kann man sagen, das ist ja eigentlich auch dieses allumfassende Eros-Prinzip. Eigentlich ist Leben, überall wo du hinschaust, ist das Sexualität.

Das ist ein sexueller Vorgang. Und wir haben leider in vielen Fällen gelernt, uns nur auf das Weibliche zu berufen. Also wie werde ich eins, wie verbinde ich mich mit der Natur?

Ich meine, wie kann ich das genießen, wie der Blatt im Herbst vom Baum fällt und das sehe, wie das Blatt irgendwie sich dahingeht und wie das alles in einem großen Kontext steht.

Daniel:

Was bei mir die Wahrnehmung dafür wieder geöffnet hat, war auf jeden Fall Vater zu werden und dann neben seinem Kind zu sitzen, was ich genau mit dieser tiefen Freude an solchen Sachen verrauschen kann, mit dieser Einfachheit von Dingen. Welche Rolle spielen denn, oder wie zeigt sich denn Genuss oder Sinnlichkeit bei einem reifen Liebhaber? Du hast ja auch schon von Sucht gesprochen gerade, was ja dann quasi die Überkompensation wäre.

Wie sieht denn Genuss aus bei einem Mann, der das perfekt in einer Balance in sich trägt?

Axel:

Ja, ich glaube, das geht relativ einfach, wenn er so ein Bewusstsein dafür hat, was gerade geschieht. Also der Liebhaber ist ja auch ein, der wahrnimmt, was gerade ist. Und wenn es das Joggen ist oder das Handwerken ist oder das Putzen ist.

Also alles, was wir tun, kann auf dem Hintergrund des Liebhabers geschehen. Es ist immer die Frage, wie ich das in der Gleichzeitigkeit fühlen lerne.

Daniel:

Ja, spannender Gedanke. Wie zeigt sich denn dann im Gegenzug der Schatten oder die verzerrte Form? Wenn wir ehrlich hinschauen, dann ist es ja bei vielen Männern so, dass sie sich eher in den Rückzug begeben oder sich vor solchen Aufgaben eben flüchten, weil sie sich mit dieser Liebhaberqualität nicht verbinden können.

Oder sie verlieren sich halt in Ablenkung, um zum Beispiel aus irgendwelchen Räumen des Fühlens irgendwie auszubrechen. Wie würdest du denn diese Extreme einordnen? Oder welche siehst du denn insgesamt als Schatten vielleicht?

Vielleicht gibt es ja auch so zwei Pole beim Liebhaber wie beim Krieger zum Beispiel. Das ist ja auch sehr klar und deutlich.

Axel:

Naja, man kann ja jetzt irgendwie auch mal diese andere Seite wenden. Dass sozusagen der süchtige Liebhaber, der von einem Befriedigung zur nächsten gehen muss, aber all das, was er tut, befriedet ihn nicht wirklich. Das heißt, dieser Genussaspekt, der kommt gar nicht in ihm vor.

Das ist so wie so ein Sog, ich muss das, ich will das haben und dann hat er das und dann ist es schon wieder weg und dann strebt schon wieder etwas nach der nächsten Erfahrung. Also ich glaube, die süchtigen Liebhaber, die haben erstmal vielleicht nicht so den Kontakt dazu, was sie wirklich suchen oder was sie wirklich wollen da drinnen. Deswegen kann man das natürlich, bietet das ja unsere Welt jetzt auch in einer unglaublichen Weise an, ständig kompensieren.

Nur der süchtige Liebhaber, der wird niemals satt, der kommt niemals bei sich an. Und der gereifte Liebhaber, der ist halt auch dann in diesem Raum des Genusses. Der kann sich so sinken lassen und genießen das, was ist, ohne sofort den Reflex zu haben, wo ist das Nächste.

Und ich glaube, das ist eine große Form auch der Unterscheidung. Die Buddhisten sagen ja, jeder Mann braucht eine Zeit der Ausmüchterung. Und das finde ich einen guten Aspekt.

Also wir dürfen mal ganz kritisch hinschauen, wie wir uns, gerade wenn es auch um diese Liebhaberqualitäten geht, eigentlich permanent wegmachen. Und diese eigene Energie und die Qualität des Liebhabers gar nicht durchdringen. Und ein großes Tor, finde ich, für einen Mann kann sein, dass er sich erstmal mit diesem Alleinsein auseinandersetzt.

Wenn wir als Männer nicht allein sein können, dann ist die Bewegung dessen, in so etwas Süchtiges hineinzugehen, relativ schnell gegeben. Also es braucht die Bereitschaft sich auch, dann bin ich wieder bei dem Wort, in diese innere eigene Intimität und in das Alleinsein zu sinken. Und da irgendwie auch diesen Genussraum zu öffnen.

Also mit sich zu sein. Mit sich zu sein heißt, verbunden zu sein gleichzeitig mit allem. Ich habe so einen schönen Text, den lese ich am Ende gerne durch, nochmal vor.

Und der impliziert eigentlich diese grundsätzliche Liebhaberqualität. Und die ist eben halt nicht begrenzt. Nun sind wir doch irgendwie sehr begrenzt in unserem Wahrnehmen, in unserem Fühlen, in unserer Sinnlichkeit.

Und damit reduzieren wir natürlich auch den Archetyp des Liebhabers.

Daniel:

Wie äußert sich denn ein unterdrückter Liebhaber im Alltag eines Mannes?

Axel:

Ja, ich glaube, das ist so vielfältig. Also nicht mehr in Bewegung zu sein, nicht mehr begeistert zu sein, also für etwas zu gehen. Dumpf, stumpf, leer zu sein, funktional zu sein, kaum noch inspiriert sein zu wollen auch.

Und das ist ja so, dass der Liebhaber ja, das ist ja Solaplexus, der zentrale Punkt beim Liebhaber ist Solaplexus. Und das richtet sich so auf das Leben. Also wenn dieser Impuls in mir gar nicht mehr fühlbar ist, dass ich etwas verbinden will, und ich meine jetzt nicht reduziert auf etwas, dann kann man davon ausgehen, dass wir in vielen Fällen auch in unserem Leben ganz viel Vermeidung fahren, damit der Liebhaber nicht lebendig wird.

Und das hat auch viel mit dem Körper zu tun. Also ein Mann, der lieben will, der braucht, du kennst das Wort, der braucht einen durchlässigen und emotionalen Körper. Sonst sind wir ja sozusagen schon fast von unserer Sinnlichkeit abgeschnitten.

Lust, du kennst das ja, im Männercamp machen wir das ja auch, wenn wir anfangen, diesem Körper wieder durchlässig zu werden, dass diese verfestigten Strukturen in so ein Fließen kommen. Und häufig ist in diesem Fließen ganz viel Lust. Lust und Freude am und auf das Leben.

Und dann kommt dieser Aspekt der Lebendigkeit rein. Und jetzt kannst du sagen, wenn du so fragst, ich glaube viele Männer sind sehr unlebendig. Also die haben nicht mehr diesen durchlässigen oder lustvollen Körper.

Und das hat Folgen. Natürlich hat das Folgen. Und in dem Fall haben wir viel Bezug zu den Liebhaberqualitäten verloren.

Also das wäre ja zum Beispiel so eine Verantwortung, die der Mann ja für sich auch... Also ich bin manchmal so auch erstaunt, wie wenig Liebhaberqualitäten in manchen Männern so zu finden ist. Und dann merke ich, Mensch, was die sich so nehmen.

Und auf der anderen Seite haben die auch vielleicht gar kein Bewusstsein davon. Also wenn du anfangs sagst, der Liebhaber bezieht sich meistens so auf das Weibliche, dann denke ich, ja, dann ist das da irgendwie in einem kleinen Fenster gelebt. Aber das, was Liebhaber wirklich und der Liebende wirklich ist, das ist allumfassend, das ist nicht begrenzt.

Nur, wie kriegen wir ein Bewusstsein dafür? Wie kriegen wir eine Erfahrung dafür? Wie können wir das in uns entdecken und erforschen?

Daniel:

Du hast ja vorhin so ein bisschen über Suchtbewegungen gesprochen und hast gesagt, sich auch davon zu lösen. Ich habe das jetzt als Fasten aufgeschrieben. Also ab und zu mal sich zu reinigen von diesem ganzen Prozess und in den Rückzug zu gehen.

Das ist ja dieses Zitat, füllen statt fühlen. Was die meisten Männer machen, die stumpfen eben ab und füllen diesen leeren Raum, den sie haben, mit Dingen. Welche Erfahrungen oder Prägungen führen denn häufig genau zu diesem Verhalten?

Du hast auch gesagt, Autonomie ist häufig die fast schon Grundvoraussetzung. Also erst wenn ich mich auf mich selbst beziehen kann, kann ich ja in diesen Raum in mir einkehren, oder? Also ich brauche ja erstmal diesen Prozess des Loslösens von Ansprüchen oder so, damit ich überhaupt in mir ankommen kann und auch so einen Raum von Schönheit vielleicht erleben lerne.

Axel:

Ja, also ich tue mir immer ein bisschen schwer. Erst wenn, dann. Das ist ja immer allgegenwärtig und allumfassend.

Die Frage ist, in welcher Weise kriege ich eine Wahrnehmung dafür, wie ich ausweiche, wie ich in gewisser Weise diesen Raum der Liebe gar nicht öffne. Das ist ja ein Vorgang, der geschieht ja in mir. Und natürlich hat das viel mit unserer prägenden Geschichte zu tun.

Wie sehr, wie schnell verlieren wir den Kontakt zu dem, was ich sage, so Lust und Freude, Lust am Leben, Lust und Freude am Dasein, am Leben selbst. Wie schnell lernen wir Strukturen, die uns da drinnen dann einengen. Und das sind ja diese Folgen, dass so diese freie Wesenskraft oder die Wesensentfaltung natürlich sich dann eingeschränkt fühlt und nicht so frei ist.

Und natürlich braucht es die Bereitschaft, sich diese Themen auch wirklich anzugucken. Zum Beispiel, wie bin ich ein süchtiger Liebhaber? Und wir sind alles in gewisser Weise alle süchtige Liebhaber.

Weil wir vielleicht in der gewissen Weise diesen tiefen Kontakt und die Essenz des Liebhabers noch gar nicht abrufen können. Aber das Kuriosum ist da drin, Daniel, wir wissen, wie sich das anfühlt, so in einer Verbundenheit in dieser Liebhaberqualität oder in dieser Welt oder in diesem Raum des Eros zu sein, dieser allumfassenden Kraft, in der wir ja eingebettet sind. Und ich glaube, das macht ja viele irgendwie auch in vielen Fällen traurig, wenn sie merken, ich bin gar nicht mehr motiviert, inspiriert, habe gar keinen Drive mehr, abgestumpft, funktional.

Wo gibt es Bereiche, wo man sich freut, etwas zu tun? Also wenn ich dich frage, freust du dich jeden Morgen, dass ein neuer Tag da ist? Du machst das Fenster auf, du siehst die Sonne oder den Regen oder den Wind oder die Fliege oder den Maikäfer oder was auch immer.

Können wir dabei Freude empfinden? Haben wir da überhaupt eine Wahrnehmung dafür, das wahrzunehmen? Und vielleicht mit allen Sinnen das aufzugreifen und sich mit diesem Maikäfer, mit dem Wind, mit der Sonne oder was auch immer zu verbinden.

Und dann ist natürlich eine große Qualität. Wie haben wir gelernt, diesen lebendigen, freien Atem aus unserem Leben zu verbannen? Und der Atem ist so, man sagt immer, wenn ich begeisterungsfähig bin oder wenn ich feuerig bin, ohne Luft, also ohne Atem, kein Feuer.

Und alleine da, körperorientiert, sind wir so reduziert, dass wir in vielen Fällen gar nicht mehr so, man spricht ja manchmal von der Liebhaberatmung, der eben in diese Form des Zirkulierens geht mit dem, was da gerade passiert. Das ist dann praktisch so ein Zirkulieren, eine tiefe Form des inneren Erfahrens mit dem, was gerade ist. Und das, was wir in vielen Fällen machen, statt zirkulieren, sind wir so in Fantasien unterwegs.

Und das darf sich natürlich auch mal hinterfragen. Wo bin ich da? Wo ordne ich mich ein?

Wo stehe ich eigentlich, wenn es um den Liebhaber geht?

Auch diese Frage, wie bin ich überhaupt ein sexueller Mann? Wir haben ja jetzt im Männercamp auch letztens das Thema gehabt und ich war wirklich erschrocken. Und das wäre jetzt nicht neu, aber ich war echt erschrocken, wo die Männer auch mit ihrer Sexualität oder wie die Männer oder das Männliche mit ihrer Sexualität unterwegs ist.

Daniel:

Wir sprechen ja über Intimität auch in irgendeiner Art und Weise. Wie war das denn früher? Früher waren ja Nähe und Intimität häufiger in Familien oder Gemeinschaften eingebettet.

Das gibt es ja heute auch nicht mehr so häufig. Heute ist auch alles irgendwie freier geworden. Also mittlerweile gibt es Sex als Transaktion.

Insgesamt sind so menschliche Interaktionen eher so zu einer Transaktion geworden, fast schon. Man muss quasi für jeden menschlichen Kontakt irgendwie Geld bezahlen und alles ist so unverfänglich geworden. Jetzt haben wir die Entwicklung von Smartphones und Co., wo selbst ein einfaches Treffen schon so unverbindlich geworden ist, dass man in, weiß ich nicht, zehn Prozent aller Fälle vielleicht wirklich irgendwie zu einem Treffen kommt. Was macht denn diese Veränderung mit dem Liebhaber-Archetypen im Mann?

Axel:

Da kann ich nicht viel zu sagen. Ich würde nur sagen, so grundsätzlich ist ja der Kontakt dazu verloren gegangen. Und da, wo wir gerade augenblicklich stehen, würde ich sagen, ist das nicht förderlich für diesen Kontakt wieder zu gewinnen.

Also ich würde ja sagen, gesellschaftlich sind wir ja mehr und mehr unterwegs, uns noch weiter von uns zu entfernen. Also ganz wenig wirklich im Kontakt herstellen zu können. Ich würde sagen, Kontakt, so wie ich das Leben verstehe, heißt Leben Kontakt.

Und gerade sind wir ganz viel unterwegs, dass wir eigentlich so Nicht-Kontakte leben. Ich meine, hin und her sind so, und das ist doch kein Kontakt. Und dann wird so diese Ursprünglichkeit des Kontaktes, woraus sozusagen auch eine Form der Intimität entstehen will, irgendwie abgeschnitten.

Das kommt gar nicht mehr in das Feld rein. Und ja, das ist echt beachtungswert, also wohin wir uns da entwickeln. Also viele Dinge, klar, kann man auch nicht mehr rückgängig machen, rückgängig schon mal gar nicht, aber die haben ihre Folgen.

Und ja, ich sehe das sehr bedenklich, was da so passiert. Und ich glaube, ich für mich versuche ja, soweit es mir möglich ist, immer diesen Kontakt herzustellen. Also wirklich soweit, auch in der Form von Miteinander oder auch in der Form der Nähe, was ja Intimität auch heißt.

Es gibt wirklich Situationen, da ist ja manchmal nur diese Form der Begegnung intimer als Sexualität. Also weil darüber eine gewisse Form der Nähe, der Verbundenheit oder der Verschmelzung stattfindet. Alleine über ein Gespräch, über einen Kontakt, sich in die Augen zu schauen, wo man merkt, ah, da ist ein Gegenüber.

Wo ich merke, boah, in mir macht was auf, irgendwas richtet sich hin und will sich verbinden. Also wer hat da eine Wahrnehmung für?

Daniel:

Wie ist es bei dir? Also das funktioniert sehr gut. Ich habe gerade so überlegt, wie hat sich das denn früher dargestellt?

Viele Sachen, die du gerade gesagt hast, habe ich gerade so überlegt. Ja, es ist irgendwie schade, dass dieser Form von Austausch, dieser Kontakt, diese Intimität, die war ja in frühen Kulturen ganz normal. Allein schon dieses, wir sitzen ums Feuer und Opa erzählt, welche Pilze wir essen können oder wo wir Wasser finden oder so.

Und dann erzählt er Geschichten, stundenlang. Und wir sind wirklich tief im Kontakt mit dieser Person, mit den Erfahrungen, mit der Lebenswirklichkeit und wir lernen irgendwie voneinander. Ja, aber das ist normal.

Ja, klar, aber ich spüre eine starke Sehnsucht nach dieser Form von Nähe und Verbundenheit, die sich da früher so mal gezeigt hat. Und das ist ja auch dieser Raum, der mich immer wieder dazu führt, ins Männercamp zu kommen, um wieder genau diese Nähe, diese Verbundenheit in einem größeren Kontext, als ich das im Familiensystem erlebe, auch zu erfahren. Und das hat schon irgendwie, spüre ich da den gleichen Mangel, sag ich mal, wie du hast jetzt nicht so formuliert, aber den du da siehst.

Ich finde es genauso bedenklich und frage mich, wo wir uns dahin entwickeln. Dadurch entstehen ja immer wieder neue Unsicherheiten und Überforderungen auch im Kontakt.

Axel:

Ja, im Kern ist es auch irgendwie so eine Bewegung. Es scheint immer so kontaktvoll zu sein, aber ich erlebe eher, dass es mehr und mehr eine Bewegung der Isolation erzeugt oder der Vereinsamung. Also den Wert eines wahren Kontaktes, den kann man nicht künstlich erzeugen, weil er diese Tiefe und weil er das Wesen sozusagen im Gegenüber gar nicht wirklich wahrnehmen kann.

Und man kann sagen, ja früher war es anders, sicherlich war es anders, weil es in einer größeren natürlichen Bewegung oder Grund gelegt war. So wie du das erzählt hast, so frühe Kulturen, da war Verbundenheit aus der Gemeinschaft selbst heraus. Und wenn man jetzt heute in die Welt guckt, wir sind alles so kleine Inseln.

Guck dir in der Städte an, da sterben Leute nebenan und man kriegt das gar nicht mit. Also wie isoliert jeder so irgendwie in der Welt oder in seinem Feld unterwegs ist. Und klar hat das alles irgendwie eine gewisse Form der Folge, auch für unsere Kinder.

Und wenn ich da manchmal so hingehe und denke, Mensch, wo ist denn so diese, wenn man so Kinder manchmal so beobachtet, mit welcher Lust und Freude die irgendwie Dinge angehen, so selbstverständlich aus diesem tiefen inneren Puls raus einfach auch mal in die Erde zu packen, in den Matsch oder sich anzuschmieren oder in den Wald zu gehen, wo die so diesen Impuls in sich noch tragen, sich erforschen und erleben zu wollen, im Kontakt zu etwas.

Du hast vorhin das Männerkerl angesprochen, wenn man so entdeckt, wie auch da natürlich Männer irgendwie auch so Hürden haben, alleine so in der Natur zu sein. Sich aber auch in so ein Feld zu begeben oder sich auch mal zu zeigen oder auch mit ihrer Sehnsucht, ich sage jetzt mal Sehnsucht, oder auch mit dem Erleben von Verletzlichkeit. Aber all das gehört ja dazu und ich schaue immer gerne, also was ist eigentlich diese primäre Ebene, so wenn man jetzt auf diese Qualität des Liebhabers schaut und die Essenz ist ja mal so Lust und Freude.

Das ist das erste und primärste Erleben, in was wir rein sinken, Lust auf Leben und Freude am Dasein. Und dann kann man sagen, dann kommen die Erfahrungen des Lebens und das schränkt mehr und mehr. Mit jeder Erfahrung verlieren wir etwas mehr Kontakt zu dem, wozu wir eigentlich auch gedacht sind.

Und da ist der Körper, also ich bin ja sehr körperorientiert, ein großes Instrument. Und das wieder lernen, dass das Instrument gut klingt, das wäre auch eine Liebhaberqualität. Zu schauen, wer bin ich, wie bin ich durchlässig, wie in welcher Weise erlebe ich Sexualität, wie bin ich sinnenhaft, wie bin ich lustvoll.

Daniel:

Ich habe mir gerade das Wort Verletzlichkeit aufgeschrieben. Ich finde, das hat gerade sehr mit mir resoniert. Viele Männer wünschen sich ja eben diese Nähe, weil wir gerade auch bei der kulturellen Veränderung waren.

Also wir erleben ja diese Isolation sehr stark, sehr massiv bei uns in der Gesellschaft aktuellen. Das ist ja auch immer wieder ein Punkt, der im Männercamp angesprochen wird. Also es gibt ja kaum einen Mann, der sich nicht isoliert fühlt, wenn er im Kreis sitzt.

Oder der nicht weiß, an wen er sich wenden kann, der keine tiefen Freundschaften pflegt und so weiter. Was hilft denn einem Mann, wieder mehr Nähe zuzulassen? Was braucht denn ein Mann, um sich erstmal emotional wieder zu öffnen?

Und gleichzeitig, ja Punkt, vielleicht bleiben wir erstmal bei der Frage.

Axel:

Also grundsätzlich ja immer die Lust und die Bereitschaft, zu schauen, wer bin ich. Also auch da wieder vielleicht, und vielleicht macht das ja dem einen oder anderen auch Mut, sich zu erforschen, also wie bin ich überhaupt ein Liebender? Also Liebhaber, da ist immer so dieses Wort, ein bisschen zweideutig, haben, ich will was haben.

Aber der Liebende, der ist für mich viel, viel bedeutsamer. Der Liebende, der in Kontakt mit seiner Liebe ist und auch vielleicht im besten Falle in dieser allumfassenden Liebe. Was war deine Frage nochmal?

Daniel:

Was braucht ein Mann, um sich emotional zu öffnen?

Axel:

Genau, also erstmal die Bereitschaft, sich neu oder noch tiefer oder noch mehr zu erforschen. Wie bin ich ein Liebender? Wie bin ich ein sexueller Mann?

Das sind gute Erforschungsfragen. Und dann natürlich irgendwie auch diese, ich sag mal, wir sprechen ja immer so auch von diesem Ruf. Der Ruf nach dem eigenen.

Wer bin ich? Nach dem Ureigenen. Wer bin ich?

Was will ich? Wohin will ich? Und mit wem will ich?

Und das sind so initiatische Fragen, die kann man eigentlich bei jedem Archetyp irgendwie auch ansetzen. Also wenn ich weiß, wie bin ich ein Liebender? Dann ist da sozusagen die nächste Erforschungsfrage, wie will ich das dann leben?

Also was will ich dann damit? Also wie bin ich auch bereit, das, was ich in mir entdecke, auch in die Welt zu bringen? Und das andere wäre jetzt, okay, und wohin will das dann?

Worauf will sich diese Liebe richten? Ja, das ist also schon grundsätzlich mal so diese Bereitschaft, natürlich auch den Mut zu haben, sich Grenzen zu stellen. Oder auch, jetzt haben wir ja vorhin von diesem süchtigen Liebhaber gesprochen, wo es darum geht, dass der lernt, sich auszunüchtern.

Und ausnüchtern heißt, dass er sich wirklich seinen ganzen Abhängigkeiten irgendwie so stellt. Sonst ist das ein Band ohne Ende und das ist ja unterm Strich auf jeden Fall leidvoll. Also für ihn selbst, aber auch für das Umfeld.

Ja, also den Mut zu haben, sich zu erforschen, den Mut zu haben, innezuhalten, mal zu schauen. Also wenn ich das nicht mache, oder den Mut zu haben, in so ein Feld von Alleinsein reinzugehen. Oder den Mut zu haben, in so ein Männerfeld reinzugehen, um sich darin zu erforschen, wie ist es denn mit anderen Männern.

Ich meine, das verrückt ist ja, da ist ja nie einer alleine unterwegs. Also das ist ja, wenn ein Mann anfängt zu sprechen und sagt, ja, das kenne ich auch, wir kennen das alle. Oder wenn ich jetzt nochmal auf die Situation da von dem Camp zurückkomme, wo es am Feuer um das Thema Sexualität ging.

Was? Also wie viele Männer sich das schönreden. Schönreden, aber nicht die Verantwortung zu übernehmen, zum Beispiel auch für den Liebenden oder für diese Qualität, ich bin ein sexueller Mann, und dafür gehen.

Guck mal hier, du hast ja vorhin Casanova, glaube ich, angesprochen. Nicht spoilern, Axel, das kommt zum Schluss. Naja, ich habe es dir jetzt gerade mal gehört.

Aber wie der natürlich da losmarschiert. Man kann auch sagen, vielleicht war er auch ein süchtiger Liebhaber. Also ich glaube, diese Bereitschaft zu haben, sich auch seinen Wunden zu stellen, immer wieder der Verletzung, wie sind wir in der Sexualität verletzt, wie sind wir in der Liebe verletzt.

Also das wirkt immer alles ineinander.

Daniel:

Mich würde jetzt noch interessieren, aus deiner Perspektive, wie sieht denn für dich ein Mann aus, der den Liebhaber so sehr nach außen wirken lässt. Also welche Wirkung hat er auf sein Umfeld? Da würde ich ganz eindeutig sagen, ich.

Axel:

Ich bin ein Liebender. Das tue ich wirklich. Also ich liebe einfach das, was ich tue gerade, schon viele, viele Jahrzehnte.

Ja, aber die Frage ist ja, woran kann man das erkennen?

Daniel:

Wie wirkt er auf sein Umfeld? Wie wirkt er auf sein Umfeld?

Axel:

Ja, vielleicht so etwas wie einen Magnetismus in sich zu tragen. Dass man spürt, da ist irgendwie was so energetisch im Feld, was einen so zieht. Kennst du das, Daniel?

Ich bin ja viele Jahre auch mit Menschen unterwegs. Und ich weiß, in meinen Anfangszeiten bin ich ganz bewusst in Cafés gegangen. In Bonn und Köln.

Da habe ich mich nur in die Cafés gesetzt und Menschen beobachtet. Wie sie gehen. Und dann natürlich im Hintergrund meiner Ausbildung, was ist das für eine Charakterdynamik?

Aber das hat zur Folge gehabt, dass ich so ein unglaubliches Interesse an Menschsein entwickelt habe. Und zu sehen, was ist denn das für ein Mensch? Und ich glaube, dieses Interesse und diese Fähigkeit, sich in Kontakt zu setzen, die Fähigkeit, Lust auf Kontakt zu haben, das finde ich zum Beispiel ein Aspekt, der spürbar werden kann.

Also ich persönlich bin einer Liebender, der unglaublich gerne in Kontakt geht.

Daniel:

Also ich kenne das aus verschiedenen Lebensbereichen. Ich fange jetzt mal mit dem ganz offensichtlichen an. Ich habe mich früher auch gern im Flowerpower, das war so eine Rockkneipe, da habe ich mich immer gern an die Theke gesetzt.

Und habe dann Frauen, die wirklich aus sich heraus, nicht irgendwie aufgesetzt mit irgendwie gelernten Moves oder so, sondern ganz authentisch getanzt haben. Die habe ich mir stundenlang angeschaut. Das waren nicht unbedingt die hübschesten Frauen oder so, aber ich habe das so genossen, diese Schönheit zu sehen, diese Lebendigkeit.

Das war für mich so der pure Ausdruck des Lebens, wenn eine Frau wirklich aus sich heraus tanzt. Stopp mal, Daniel. Fühlst du die Worte, die du sprichst?

Ich fühle diese Worte, ja. Ich denke da auch richtig, ich spüre da so Freude im ganzen Körper, wenn ich daran denke. Oder wenn Lisa Musik macht zum Beispiel, dann setze ich mich hin und kann da stundenlang zuhören, wie sie singt und Gitarre spielt.

Das ist einfach pure Schönheit für mich. Und dann gibt es aber auch so andere Aspekte zum Beispiel.

Axel:

Ja, gleich mal ganz kurz. Was geschieht dann bei dir? Also du hast jetzt ein schönes Beispiel.

Daniel:

Das aktiviert mich, das aktiviert mich. Ich bekomme dann auch Lust, das weckt meine sexuelle Kraft, sage ich mal.

Axel:

Ja, ich hoffe nicht nur. Aber dieser Vorgang, deswegen das sagte ich ja vorhin, also dieses Phänomen zu betrachten, Mensch oder Frau oder beim Tanzen oder beim Musizieren, aber was geschieht in dir? Also was ist denn so diese innere Öffnung oder die innere Bewegung, die sich dann irgendwie durch das, was da draußen passiert, verbindet und dann in dir Lust und Freude oder Erregung erzeugt?

Ist das nicht schön? Total. Wenn das natürlich jetzt irgendwie so wieder, ich meine es spricht auch nichts dagegen, in so eine Form geht, boah, das muss ich haben, dann ist es so wieder bedenklich.

So zu sehen. Aber alleine das zu genießen.

Daniel:

Genau, deshalb wollte ich jetzt noch einen Aspekt anbringen, der nichts jetzt mit dem anderen Geschlecht zu tun hat. Aber ich kann mich zum Beispiel auch, wenn ich jemanden sehe, der irgendwie cool jonglieren kann oder so oder irgendwelche Zaubertricks macht, ich kann mich da richtig reinfallen lassen und kann das echt genießen und finde das einfach so bemerkenswert, was für eine Kraft, was für eine Freude in dieser Handlung steckt. Und dann denke ich auch so, wahrscheinlich das, was du mit Magnetismus meinst, dass dann so ein Impuls kommt, boah, das würde ich auch gern können.

Oder das könnte ich auch gern. Und dass es einfach wirklich so ein Anstecken quasi ist. Das ist wie so eine Ansteckung.

Axel:

Und wenn ich dann jemanden habe, der so ein Befruchten ist. Genau, dieses gegenseitige Befruchten. Ja, das ist echt.

Daniel:

Also deshalb resoniert der Liebhaber aber auch mit mir sehr und ich fühle da auch so eine große Freude jetzt über die Folge, die wir hier aufnehmen, weil ich merke, das aktiviert mich auch wieder in irgendeiner Art und Weise.

Axel:

Warte mal ab, wenn du jetzt gleich das Gedicht noch hörst. Okay, ich freue mich schon drauf. Fällst du hinten runter.

Daniel:

Ja, schön. Gibt es noch was? Ja, wir haben noch, wie zeigt sich der Liebhaber im Alltag?

Aber ich glaube, wir haben das relativ gut schon in der Folge jetzt abgerundet.

Axel:

Ja, finde ich auch.

Daniel:

Ja, ich habe natürlich noch zwei Persönlichkeiten vorbereitet. Ich habe natürlich wieder ChatGPT gefragt, welche historischen Figuren den archetypisch wahrscheinlich klarsten Liebhaber verkörpern. Und natürlich, wir sind natürlich bei Giacomo Casanova gelandet.

Das ist so der weltliche Liebhaber. Und jetzt kann ich gleich einsteigen auf das, was du gesagt hast. Casanova wird oft missverstanden.

Man hält ihn für einen Verführer, einen Sammler oder einen Mann der rastlosen Begierde. Doch archetypisch betrachtet verkörpert er etwas Tieferes, nämlich den reifen weltlichen Liebhaber. Casanova war eben kein Eroberer, sondern er nahm sich nicht, was er wollte.

Er hörte zu, beobachtete und reagierte. Seine Anziehungskraft lag eben nicht in Dominanz oder in Verführung, sondern in der Präsenz, die er ausgestrahlt hat. Er wusste genau, was die Frauen mochten, was sie gerne tranken, was sie gerne rochen usw.

Und der Liebhaberarchetyp zeigt sich bei Casanova eben in dieser Fähigkeit, Begegnung zu einem Ereignis zu machen. Er war aufmerksam für Sprache, Stimmung, für Timing. Erotik war für ihn kein Ventil, sondern ein Dialog.

Ein Spiel aus Nähe, Humor, Spannung und gegenseitigem Einverständnis. Wichtig ist auch, dass Casanova eben nicht nach Besitz strebte und nicht festhielt. Er klammerte nicht.

Begegnung durfte enden, ohne entwertet zu werden. Und genau hier unterscheidet sich der Liebhaber vom Süchtigen. Der Liebhaber genießt, aber er braucht nicht.

Casanova verkörpert damit den Liebhaber in seiner weltlichen Perfektion. Ein Mann, der Genuss zulassen kann, ohne seine Würde zu verlieren. Ein Mann, der Nähe zulässt, ohne Kontrolle auszuüben.

Und ein Mann, der in Kontakt lebt und ohne zu fliehen die Begegnung wieder beenden kann. So, und der zweite, der spirituelle Liebhaber, habe ich hier König Salomo. Und das fand ich auch überraschend, weil ich habe das bisher so überhaupt nicht in Zusammenhang gebracht.

Aber König Salomo ist die wahrscheinlich überraschendste Liebhaberfigur aus der Geschichte, weil er gerade auch eben aus der Bibel stammt. Aber im hohen Lied der Liebe begegnet uns kein moralischer Lehrer und kein asketischer Heiliger, sondern uns begegnet ein Mann, der begehrt, bewundert und genießt. Und zwar offen poetisch und ohne Schuld.

Salomo spricht von Körpern, von Düften, von Haut, von Stimme, von Berührung. Und er spricht von verkörperter Liebe. Das macht ihn archetypisch so kraftvoll, weil Erotik hier nichts Niedriges ist, nichts Gefährliches, nichts Zuüberwindendes, sondern sie ist für ihn heilig, weil sie aus Fülle entsteht.

Beim Salomo zeigt sich der Liebhaberarchetyp durch seine hingebungsvolle Wahrnehmung. Er betrachtet die Geliebte nicht als Objekt, sondern als eigene Welt. Er verweilt, er beschreibt, er eilt nicht zum Ziel.

Und die Lust entsteht aus der Präsenz und eben nicht aus der körperlichen Gier. Und besonders bedeutsam ist bei Salomo auch die Verbindung von Weisheit und Sinnlichkeit, weil er eben auch König ist und damit Ordnung, Klarheit und Verantwortung nicht im Widerspruch zur Lust erlebt, sondern im Gegenteil erst die innere Reife diese Form von Liebe möglich macht. So, das sind die beiden Beispiele, die Giacchipitini ausgespuckt hat.

Es gibt natürlich noch viele andere Schattenformen, aber die interessieren uns jetzt hier an der Stelle nicht. Okay, Axel, was sagst du zu diesen zwei Personen? Ja, super.

Axel:

Das waren die wahren Liebhaber. Und das, was ich da vielleicht nochmal anfügen möchte, das höre ich auch aus diesen beiden Beispielen. Das waren beides Männer in dem Falle oder beides Liebhaber oder Liebende, die so etwas hatten wie ein Containment.

Also die hatten ein inneres Fassungsvermögen für diese Schönheit, für das, was sie da sozusagen im Äußeren erlebt haben oder sehen oder wahrnehmen. Und die meisten Männer haben eben halt dieses Containment nicht entwickeln können. Das heißt, sie kommen gar nicht in den Raum des Genusses.

Und die kommen ganz schnell in den Raum des Agierens. Aber diesen inneren Raum, das nennt man ja so Containment, mit dieser Liebe, mit dieser Wirklichkeit, mit dieser Schönheit, mit all dem, was sich das Leben und das Wunder des Lebens zeigt, sein zu können, das nährt. Das ist eine Nahrung und das ist eine Liebhaberqualität.

Sonst wird es ganz schnell irgendwie, ich muss das ausagieren. Und dann wird es, also auch gut, es zu leben auf der einen Seite, aber in den meisten Fällen werden dann eher so diese Schattenaspekte kultiviert.

Daniel:

Also zum Abschluss. Ja, du darfst gerne, also entweder ich verlese jetzt den Abschluss noch, oder du bringst erst mal deinen Text.

Axel:

Ja, ich habe so eine Komprimierung von einem Mann, der auch diese Bereiche, also relativ neuzeitlich, halt auch durchdrungen. Und der hat ein sehr schönes Gedicht, es ist weniger, aber mehr so ein Ausdruck. Das nennt er Der Liebende oder Der Liebhaber.

Es gibt keinen Unterschied zwischen euch und dem, das ihr liebt. Das Geliebte existiert in euch selbst. In Liebesbeziehungen suchen wir nach der Geliebten in uns selbst.

Wir wollen dieses offene Herz sein. Wir haben alle möglichen vorgefassten Meinungen und falschen Vorstellungen davon, was es bedeutet und diese Vorstellungen halten uns davon ab, ein Liebender zu sein, wirklich zu sein. Der Liebende ist der, der Existenz feiert.

Die Feier ist die Lust, die die äußere Manifestation des Liebenden ist. Das Leben des Liebenden ist eine dauernde Liebesgeschichte mit der Welt und allem in ihr. Ihr liebt eure Geliebte, ihr liebt das Leben, andere Menschen, Wahrheit, Verstehen, vieles, manchmal mit Leidenschaft, manchmal mit Sanftheit oder mit Süße.

Es gibt nicht nur einen Gegenstand für eure Liebe, ihr umarmt alles. In dem Moment, in dem die Liebe auf einen Menschen oder ein Ding beschränkt ist, ist sie begrenzt und vermindert. Ihr schaut zu einer kleinen weißen Wolke am Himmel und euch wird schwindelig.

Es fängt an zu regnen und ihr seid verzaubert. Ein Auto fährt vorbei und ihr seid begeistert. Ihr seht eine schöne Frau und ihr seid berauscht.

Ein Liebender ist im gewissen Sinne verrückt. Er erfährt keine Barrieren, keine Abgrenzung, kein Zurückhalten, keine Zweifel. Ein Liebender ist jemand, der vollkommen in Existenz aufgeht, vollkommen teilnimmt, jemand, der nicht versucht, irgendwo hinzugelangen.

Er ist schon da. Der Liebende ist jemand, der einfach liebt und genießt, was in jedem Moment geschieht. Das ist von Almas.

Noch nie gehört. Ein Mystiker. Ja, ein neuzeitlicher Mystiker.

Daniel:

Ja, so. Liebe Zuhörer, vielleicht habt ihr beim Zuhören gemerkt, dass Nähe und Genuss für euch keine klaren Themen sind. Oder dass sie vielleicht nicht selbstverständlich sind.

Oder die Bedeutung nicht so ganz klar ist. Der Liebende im Mann hat nichts mit Romantik oder Performance zu tun. Er zeigt sich halt vor allem dort, wo du wirklich anwesend bist, mit deinen Sinnen, bei dir selbst und auch bei anderen.

Vielleicht nimmst du nach dieser Folge einen Moment und fragst dich mal, wo bin ich denn wirklich in Kontakt und wo halte ich Abstand von mir, von der Welt, von meiner Umgebung. Und wie fühlt sich Nähe, Intimität und Genuss vor allem an, wenn ich einfach mal nichts leisten muss? Wie kann ich mit mir selbst sein?

Und wenn du magst, teile deine Gedanken mit uns. Ja, der nächste Archetyp, Axel, wäre der ... Mystiker.

Der Mystiker.

Axel:

Ja, du hast auch den Magier da, glaube ich, stehen. Ja, ich ... Wäre der Mystiker, genau.

Also ich freue mich auch da drauf. Ja, danke dir auch nochmal, Daniel. Und wenn es die Männer irgendwie motiviert und inspiriert, super.

Also der Liebende ist der, der sich mit allem verbinden will.

Daniel:

Und wir haben natürlich noch was zu verkünden, Axel. Was denn? Die Marketingkampagne für das nächste Männercamp hat ja wieder angefangen.

Ab sofort können sich Männer wieder fürs Männercamp im Juni anmelden. Deshalb machen wir natürlich hier auch wieder Werbung dafür. Ja, genau.

Axel:

Und das ist natürlich auch ein schönes Feld. Also Feld und Raum für Entwicklung, um auch vielleicht mit dieser Essenz oder mit diesen Qualitäten in der Tiefe deines Wesens in Kontakt zu kommen.

Daniel:

Genuss und Sinnhaftigkeit. Was für Worte. Axel, wir sehen uns nächste Woche.

Vielen Dank.

Axel:

Ja, danke dir auch, Daniel. Und auf bald. Danke.

Ciao. Ciao.